Die Wirkung des unscharfen Hintergrunds
Gerade die Bilder von einer Spiegelreflexkamera zeigt oft den unscharfen Hintergrund. Bei Anfänger ist dieses gestalterische Mittel oft unbeabsichtigt, wird jedoch auch in der professionellen Fotografie gern genutzt. Man spricht hier von der Tiefenwahrnehmung.
Die Tiefenwahrnehmung lässt ein Bild lebendiger und interessanter wirken. Bei vielen Motiven kann diese Tiefe auch eine optische Täuschung sein und man kann Dinge größer und imposanter erscheinen lassen. Ein Foto ist immer zweidimensional, doch mit geschickten Tricks, kann das flache Foto eine gewisse Räumlichkeit bekommen und dreidimensional wirken. Das geht zum einen über einen unscharfen Hintergrund. Hier wird das Detail im Vordergrund besser hervorgehoben und betont. Genaugenommen kann nur eine Ebene im Bild scharf dargestellt werden. Alles was davor oder dahinter liegt würde unscharf sein. Diese Unschärfe wäre jedoch nur gering und das menschliche Auge würde diese kaum als Unschärfe wahrnehmen. Hier spricht man auch von der Schärfentiefe. Daher sollte der Hintergrund immer etwas unschärfer sein, als normal.
Diese geringe Schärfentiefe lässt sich in der Fotografie auf zwei Weisen durchführen. Zum einen kann man mit einer offenen Blende arbeiten und zum anderen mit einer langen Brennweite. Im gestalterischen Bereich ist jedoch die eigene Phantasie gefragt, denn es kommt auch die Bildkomposition und das Motiv an. Unscharfe Objekte im Vordergrund sind oftmals nicht der schön, können allerdings auch spannende Motive hervorbringen. Um mehr Perspektive in ein Bild zu bekommen, arbeitet man mit den natürlichen Linien. Auch diese bewirken beim Betrachter ein dreidimensionales Bild. Teilweise kann man das Gefühl bekommen, in das Bild hineingehen zu können. Auch Experimente mit Licht und Schatten können Tiefenwirkung im Bild erzeugen. Man muss nur kreativ sein und den Experimenten freien Lauf lassen.
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