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Der perfekte Ausschnitt

Ein Motiv kann trotz der gleichen Elemente unterschiedlich wirken. Der Bildausschnitt und das Format spielen eine wichtige Rolle bei der Wirkung des Bildes.

Mit normalen Kameras hat man nur die Auswahl zwischen einem Hoch- und einem Querformat. In der digitalen Nachbearbeitung kann man sich jedoch auch für einen anderen Bildausschnitt entscheiden. Kompakte Digitalkameras nehmen immer im typischen 4:3 Format auf, was vom Fernseher bekannt ist. Mit dieser Aufnahme passen sich die Bilder ideal dem Seitenverhältnis des Aufnahmechips an. Auf einer TV-Röhre könnte man das Format ohne Verluste am Rand darstellen. Manche Bilderdienste beschneiden jedoch das Format und machen ein 2:3 Bild daraus.

Die klassischen Spiegelreflex-Kameras nehmen immer im 2:3 Format auf. Dabei entsprechen die Fotos dem goldenen Schnitt. Legt man zwei Fotos mit den langen Seiten aneinander, bekommt man wieder ein Bild mit dem gleichen Seitenverhältnis. Dadurch wirkt der Bildausschnitt sehr harmonisch. Die meisten Fotografen entscheiden sich jedoch für das Querformat. Es entspricht mehr der menschlichen Sehgewohnheit und wird als angenehmer empfunden. Hochformate wirken immer etwas unwirklich und außergewöhnlich. Für ein Portrait oder Türme eignet es sich jedoch sehr gut. Somit wirkt das Motiv nicht beengt und man hat genügend Freiraum nach oben.

Nicht nur bei den Fernsehern, sondern auch bei den digitalen Fotokameras setzt sich immer mehr das 16:9 Format durch. Es ist das typische Breitbild, was man auch vom Kino kennt. Mit diesem Format ist es jedoch sehr schwierig, manchmal ein gutes Motiv zu finden. Für große Motive ist die Höhe immer zu knapp. Im Zweifelsfall sollte man deshalb lieber näher an das Motiv herangehen. Ideal für sehr weite Motive ist die Panorama-Fotografie. Sie erzeugt eine sehr beeindruckende Tiefe im Bild und wirkt besonders breit.

Für jeden Anfänger ist es wichtig Linien im Bild zu finden. Die natürlichen Linien machen das Bild interessanter und geben ihm eine gewisse Tiefe. Vertikale Linien wirken hier eher begrenzend. Fluchlinien, wie die eines Gebäudes, helfen mehr Tiefenwahrnehmung zu bekommen. Wer die Weitläufigkeit nicht mag, der sollte sich gleich auf das Detail konzentrieren. Selbst alltägliche Motive können im Detail interessant und einzigartig wirken. Der goldene Schnitt spielt auch bei den meisten Bildern eine Rolle, wobei sich die Fotografen eher an eine Drittel-Regel halten. Teil man das Bild sowohl vertikal, als auch horizontal in drei Teile, so muss das wichtigste Element genau auf einem der vier Schnittpunkte liegen. Ist das Motiv zentral platziert, geht die Spannung verloren. Mit dieser Regel wirkt das Motiv natürlich. Zeigt man zu wenig, drängt sich der Hintergrund nach vorn.

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